Rhein-Herne-Kanal – zweimal unterwegs, zweimal dasselbe Fazit

Am 15. Mai und noch einmal am 10. Juli 2022 machten wir uns auf den Weg – diesmal entlang des Rhein-Herne-Kanals. Einmal in Richtung Duisburg, einmal in Richtung Dortmund. Die Idee: einfach wandern, Strecke machen, Wasserblick genießen, vielleicht einen neuen Lieblingsweg entdecken.

Der Anfang war vielversprechend. Der Kanal lag ruhig neben uns, das Wetter passte, und zwischendurch bot sich immer wieder ein schöner Ausblick – Schiffe, Brücken, Wasserflächen, Industriecharme, Natur dazwischen. Eigentlich genau das, was man am Ruhrgebiet liebt: nicht perfekt, aber echt.

Doch dann kam der Haken: die Radfahrer. Viele. Sehr viele. Und die meisten davon gefühlt im Zeitfahrmodus – klingelnd, drängelnd, überholend. Irgendwann bestand der Spaziergang mehr aus „zur Seite springen“, „Achtung von hinten!“ und genervtem Luft ausstoßen, als aus entspanntem Wandern. Wir wollten laufen, nicht permanent aufpassen, nicht ständig ausweichen.

Und so haben wir es an beiden Tagen nicht bis zum geplanten Ziel geschafft. Nicht wegen Müdigkeit, nicht wegen der Strecke – sondern einfach, weil der Weg irgendwann keinen Spaß mehr machte. Schöne Aussicht hin oder her: Wenn der Puls mehr vom Aufregen als vom Wandern kommt, ist das kein guter Weg.

Unser Fazit?
Rhein-Herne-Kanal: nett anzusehen, aber zum Wandern? Können wir wirklich nicht empfehlen. Außer vielleicht früh morgens – oder wenn man selbst mit dem Fahrrad unterwegs ist.

Der Rhein-Herne-Kanal ist eine wichtige Wasserstraße in Deutschland, die sich über etwa 45 Kilometer erstreckt und den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal verbindet. Der Kanal wurde 1914 eröffnet und spielt eine entscheidende Rolle für den Gütertransport im Ruhrgebiet, einer der größten Industrieregionen Europas. Es ermöglicht den Transport von Gütern wie Kohle, Stahl und Chemikalien und trägt so zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Neben seiner industriellen Bedeutung bietet der Kanal auch Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Bootfahren und Angeln und seine Umgebung ist ein beliebter Ort für Erholung und Naturerlebnisse. Damit ist der Rhein-Herne-Kanal zugleich wirtschaftliche Lebensader und Ort der Erholung und des Naturgenusses.

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